Blutdruck - was ist das?

Das Herz pumpt Blut in die Hauptschlagadern, von wo es weiter durch ein verzweigtes Gefäßsystem zu den Organen fließt und diese mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die elastischen Blutgefäßwände stehen durch diesen Pumpvorgang unter Druck, der den Blutfluss ermöglicht. Der Blutdruck ist bei körperlichen und seelischen Belastungen, bei Aufregung und auch bei Freude höher, in Ruhephasen oder während des Schlafes niedriger.

Der Blutdruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen und in Form zweier Werte angegeben, z. B. 120/90 (mmHg). Der höhere, sogenannte "systolische" Wert zeigt den Blutdruck an, der entsteht, wenn der Herzmuskel sich kontraktiert, um das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Der zweite, niedrigere Wert steht für den sogenannten "diastolischen" Wert bei der Erschlaffung des Herzens nach dem Pumpvorgang. Ab Werten von 140/90 spricht man von leichtem Bluthochdruck, Werte ab 180/110 werden als schwere Hypertonie bezeichnet.

Bei der isolierten systolischen Hypertonie (ISH), die hauptsächlich bei älteren Menschen vorkommt, ist nur der obere systolische Blutdruckwert erhöht, während der diastolische Wert normal ist: ≥140/<90.

Bluthochdruck führt zur Dauerbelastung für Herz und Blutgefäße. Die Gefäßwände werden durch den ständigen zu hohen Druck unelastisch, starr und durch Ablagerungen immer enger. Typische Folgeerkrankungen einer nicht oder nicht ausreichend behandelten Hochdruckkrankheit sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen.

Bluthochdruck – ein lautloser Mörder

Bluthochdruck ist tückisch. Er verläuft meist lange Zeit ohne Beschwerden. Menschen mit hohem Blutdruck fühlen sich sogar oft besonders fit. Etwa 50 % der Betroffenen wissen nicht einmal, dass ihr Blutdruck zu hoch ist. Die Diagnose „Hypertonie“ wird daher oft erst beim Auftreten von Folgeschäden gestellt.

Klassische Frühsymptome gibt es also nicht. Meist treten erst bei stark erhöhtem Blutdruck Symptome auf, z. B. morgendlicher Kopfschmerz, Schwindel, Herzklopfen, Übelkeit, Nasenbluten, Mattigkeit oder Schlafstörungen. Bei sehr hohen Blutdruckwerten kann es zu Atemnot unter Belastung, Angina pectoris (Schmerzen in der Brust, „Brustenge“) und Sehstörungen kommen. Auch Veränderungen des Durstgefühls oder der Häufigkeit des Wasserlassens sowie Schweißneigung oder verringerte Belastungsfähigkeit können Anzeichen eines erhöhten Blutdrucks sein.

Bluthochdruck schädigt Organe

Langfristig zu hoher Blutdruck schädigt lebenswichtige Organe wie Herz, Herzkranzgefäße, Gehirn, Nieren, Augen und die Blutgefäße. Folgen können neben lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auch Veränderungen der Nieren oder Erblindung sein. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Bluthochdruck ist deshalb die dauerhafte Senkung des Blutdrucks auf einen niedrigeren Wert. Das beugt der Schädigung der Organe vor und trägt dazu bei, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern.

 

 

          

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