Blasenschwäche beim Mann: Ursache Prostatavergrößerung

Auch Männer leiden mit zunehmendem Alter häufiger an Blasenschwäche. Ab Mitte 50 sind plötzlicher Harndrang, häufige Toilettengänge - vor allem auch nachts, Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens und ein schwacher Harnstrahl sowie eine nicht vollständige Blasenentleerung mit Restharnbildung und dauerndem „Nachtröpfeln“ ein häufig anzutreffendes Beschwerdebild. Das häufige Aufstehen nachts kann den Schlaf nachhaltig stören und zu Müdigkeit am Tage führen. Als Ursache wird oft eine gutartig vergrößerte Prostata festgestellt.

Die Prostata (Vorsteherdrüse) hat etwa die Größe einer Walnuss und umschließt die Harnröhre des Mannes ring- bzw. kugelförmig unterhalb der Blase. Mit zunehmendem Lebensalter kann sie sich vergrößern (benigne Prostatahyperplasie oder BPH). Die BPH kann nach der operativen Entnahme von Prostatagewebe histologisch nachgewiesen werden. Wenn es durch die Prostatavergrößerung zu Beschwerden kommt, verwendet man dafür die Bezeichnung „benignes Prostatasyndrom (BPS).

Stadien der Prostatahyperplasie (Einteilung nach Alken)

  • Stadium I (Reizstadium):
    Die Abflussstörung wird durch die Blase kompensiert, es verbleibt kein Restharn in der Blase. Die Beschwerden beschränken sich auf eine Abschwächung des Harnstrahls, verzögerten Beginn der Blasenentleerung, nächtliches Wasserlassen und Pollakisurie (häufiges Wasserlassen bei kleinen Harnmengen).
     
  • Stadium II (Restharnstadium):
    Die Blase kann die Abflussbehinderung nicht mehr kompensieren. Nach der Blasenentleerung bleiben bis zu 100 ml Restharn in der Blase. Auch alle Beschwerden des ersten Stadiums treten auf. Zusätzlich zu den Beschwerden des Stadiums I kommen auch häufige Harnwegsinfekte, mögliche Blasensteinbildung und Dranginkontinenz hinzu.
     
  • Stadium III (Dekompensationsstadium):
    Die Folgen der Harnstauung treten in den Vordergrund (z. B. Überlaufblase). Es entstehen Harnstauungsnieren mit fortschreitendem Verlust des Nierengewebes, nachfolgender Niereninsuffizienz bis hin zur Harnvergiftung.
     

Die Stadieneinteilung nach Vahlensieck geht von vier Stadien aus. Im Stadium I nach Vahlensieck treten noch keine Beschwerden bei der Blasenentleerung auf. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Vergrößerung der Prostata nur durch eine ärztliche Untersuchung feststellbar. Die Stadien I und II bei Alken entsprechen daher den Stadien II und III nach Vahlensieck.

Empfehlenswert ist es, ab dem mittleren Lebensalter regelmäßig die Prostata untersuchen zu lassen, denn je früher eine Prostatavergrößerung diagnostiziert wird, umso effektiver kann letzten Endes die Behandlung sein. Hierzu stehen medikamentöse und operative Möglichkeiten zur Verfügung.

 

 

          

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