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Sie laufen von Arzt zu Arzt: Patienten mit Bauchschmerzen, teils schweren Durchfällen, unklarem Fieber, Abgeschlagenheit … Sie fühlen sich schwer krank, und dann erleben sie wieder Zeiten, in denen sie fast ganz beschwerdefrei sind. Dies ist ein verwirrendes Bild, bei dem der Hausarzt nicht unbedingt sofort an eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) denkt. Manchmal können deshalb Jahre zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose einer CED liegen.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind schwere, chronische Krankheiten, die in Schüben verlaufen. Die beiden häufigsten sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Die Zahl dieser Erkrankungen nimmt ständig zu. Nach Angaben des Kompetenznetz CED sind in Deutschland derzeit ungefähr 320.000 Menschen betroffen. Besonders häufig beginnen CED im Alter von 15–35 Jahren, sie können aber auch im höheren Alter (zweiter Altersgipfel ab ca. 60 Jahren) erstmals auftreten.
Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind heute noch nicht heilbar, Schwere und Häufigkeit der Schübe lassen sich jedoch mit geeigneten Medikamenten kontrollieren.